Wildschweinattacke in PNG


Lebensbedrohliche Wildschweinattacke und ein Flug ins Krankenhaus.

Am Abend des 15.01.2021 ereilte das Team in Papua-Neuguinea (PNG) eine erschütternde Nachricht. In Fuma war ein Mann von einem Wildschwein angegriffen worden und schwebte in akuter Lebensgefahr. Stunden später erfuhr das Team, dass der Mann durch den Angriff am gesamten Körper schwer verwundet worden war, eine Hand vollständig verloren hatte und unter hohem Blutverlust litt. Da der lokale Gesundheitsmitarbeiter nicht vor Ort war, blieb zudem eine zeitnahe erste medizinische Versorgung aus.

In solch alarmierenden Situationen steht MAF für Medevac-Flüge, medizinische Notfallflüge bereit. Beim Eintreffen erster Informationen ist zunächst Geduld gefragt. Denn kein Flug ohne Genehmigung. In diesem Fall musste der Medevac durch einen Arzt genehmigt werden. Parallel stellte sich das Team auf die Durchführung des Fluges ein. Früh am nächsten Morgen war unser Pilot Mathias Glass am Flugplatz, um den Medevac zu fliegen. Trotz noch ausstehender Genehmigung wurden die notwendigen Vorkehrungen getroffen, um direkt losfliegen zu können. Mathias Glass bereitete gemeinsam mit seinem Kollegen Philipp Sutter den Flugplan vor und sie machten das Flugzeug startklar.

Als die Genehmigung endlich vorlag, ging es los. Dem gesamten Team, bestehend aus Ingenieuren, Piloten, Bodenpersonal und Betriebsleitung, war die Ernsthaftigkeit der Lage bewusst und dass der Flug fehlerfrei ablaufen musste. Deshalb baten sie in einem gemeinsamen Gebet um Gottes Unterstützung. Der Flug gelang und der Patient konnte noch rechtzeitig im Krankenhaus in Rumginae versorgt werden. Ein Mitarbeiter von MAF berichtet: „Als wir uns im Krankenhaus zum Gehen umdrehten, hörte ich die schwache Stimme des männlichen Patienten sagen: „Vielen Dank für eure Hilfe.“. Trotz seiner Schmerzen war es ihm wichtig, uns seine Wertschätzung zu zeigen.“